7 Benimmregeln für ein rücksichtsvolles Verhalten in der Natur

Wenn Sie sich in die Natur begeben, tragen Sie automatisch zu ihrem Schutz bei. Hier finden Sie sieben wertvolle Tipps, wie Sie respektvoll handeln und die Natur so hinterlassen können, wie Sie sie selbst vorfinden möchten. Lernen Sie die wichtigen Do’s und Don’ts kennen – vielleicht sind Ihnen einige davon schon vertraut, andere werden neu für Sie sein. Die Regeln lassen sich leicht in Ihren Ausflug integrieren und können zu einer selbstverständlichen Gewohnheit werden. Schon kleine Rücksichtnahmen unterwegs machen einen großen Unterschied, sowohl für die Natur als auch für die Menschen, die nach Ihnen kommen. Dieser Leitfaden richtet sich besonders an Anfänger, die ihre Zeit im Grünen verantwortungsbewusst gestalten möchten.

Sauberkeit bewahren

Hinterlassenschaften erwachsener Menschen gehören nicht auf Naturpfade. Das mag offensichtlich klingen, doch leider scheint das nicht für alle Besucher zu gelten. Wenn keine Toilette in Sicht ist und der Drang groß wird, suchen Sie sich ein ungestörtes Plätzchen, gehen Sie in die Hocke, vergraben Sie die Hinterlassenschaft oder bedecken Sie sie mit Blättern und Zweigen. Am besten halten Sie durch, bis Sie ein stilles Örtchen erreichen. So bleibt die Natur sauber und ansprechend.

Umweltschutz ist Pflicht – kein Müll in der Natur

Es dauert fast fünf Jahre, bis ein einziger Zigarettenstummel abgebaut ist, und bis zu 1000 Jahre, bis eine Plastikflasche zerfällt. Besonders an Shelterplätzen sieht es manchmal aus wie nach einem Festival. Müll verschandelt die Landschaft und birgt Gefahren für Wildtiere. Wo immer möglich, entsorgen Sie Ihren Abfall in Mülleimern. Auch die Hinterlassenschaften Ihres Hundes gehören in Tüten entsorgt. Eine einfache Regel: Werfen Sie keinen Müll in die Natur, halten Sie eine Tüte bereit, und sammeln Sie unterwegs auch gefundenen Abfall auf.

Wo darf ich übernachten?

Mückenstiche und Ungeziefer im Schlafsack müssen nicht sein! In Dänemark gibt es über 1000 Camping- und Shelterplätze in öffentlichen Wäldern sowie 275 Waldgebiete, in denen das sogenannte „freie Zelten“ gestattet ist. Dort können Sie Ihr Zelt aufschlagen und sich vor Wind und Wetter schützen. Beachten Sie, dass Sie den Standort nur für eine Nacht nutzen dürfen und das Zelten am Strand verboten ist – obwohl freies Schlafen unter freiem Himmel erlaubt ist.

Verantwortungsbewusste Drohnenflüge

Drohnen sind beliebt, können aber Brutvögel wie den Wanderfalken stören, die steile Klippen und Abhänge aufsuchen. Als Drohnenpilot sollten Sie ausschließlich in erlaubten Gebieten fliegen, die Drohne immer in Sichtweite halten und Abstand zu Vögeln sowie zu Säugetieren wahren. So vermeiden Sie Stress für die Tierwelt.

Verzichten Sie auf Selfies mit Tieren

Während der Corona-Pandemie fehlten oft bei Instagram angesehen Momente. Versuchen Sie dennoch, die Versuchung zu widerstehen, Selfies mit Tieren zu machen – ob Robben am Strand, Rehe im Wald oder Kühe auf den Feldern. Tiere bevorzugen Ruhe und möchten nicht als Statisten in Ihrem Feed erscheinen. Respektieren Sie ihren Raum und genießen Sie die Begegnung aus der Distanz.

Lautlos wie ein Ninja unterwegs

Lärm ist für viele Wildtiere äußerst störend und kann ganze Ökosysteme beeinträchtigen. Lautstarke Musik oder laute Geräte vertreiben Kleintiere, stören Vogelrufe und gefährden Beutetiere. Lassen Sie daher Ihre Soundbox zu Hause, stellen Sie Ihr Handy auf lautlos und bewegen Sie sich möglichst geräuschlos in der Natur.

Hunde an der Leine – Sicherheit für alle

Auch wenn Hunde niemandem etwas zuleide tun wollen, sollten sie in der freien Wildbahn angeleint bleiben. Wildtiere, wie kleine Hasenjunge, bodenbrütende Vögel und auch Kinder können durch freilaufende Hunde gestresst oder erschreckt werden. Halten Sie Ihren Hund bitte stets an der kurzen Leine und denken Sie an die Entsorgung der Hinterlassenschaften.

Nützliche Natur-Apps

Hilfreiche Apps für Ihren Ausflug sind unter anderem „Giv et Praj“, „Vild Mad“, „Hundeskove i Danmark“ und „All Trails“. Diese bieten Informationen über Wanderwege, Sammelstellen und Wildtiergebiete.

Wussten Sie schon?

  • Die Natur ist meist rund um die Uhr zugänglich. Privatwälder sind jedoch zwischen Sonnenuntergang und 6 Uhr morgens geschlossen.
  • Sie dürfen in staatlichen Naturschutzgebieten so viel sammeln, wie in eine Einkaufstasche passt – Beeren, Pilze und andere wildwachsende Köstlichkeiten. In privaten Wäldern dürfen Sie nur pflücken, was von Wegen oder Pfaden gut erreichbar ist. An Stränden dürfen Sie alles sammeln, was Sie mit den Händen tragen können.
  • Feuer im Wald ist nur an ausgewiesenen Feuer- und Lagerplätzen erlaubt. Der Strand eignet sich gut für kleine Feuer. Bitte löschen Sie das Feuer vollständig, bevor Sie gehen, und decken Sie Glut niemals mit Sand ab, da dies Tiere und Menschen verbrennen kann.
  • Die dänischen Küsten gehören allen. Somit dürfen Sie auch an privat besessenen Stränden baden, ebenso wie in öffentlich zugänglichen Seen.
  • In privaten Wäldern dürfen Sie sich nur auf Wegen und Pfaden bewegen. In öffentlichen Wäldern ist das Gehen abseits der Wege erlaubt, Radfahren jedoch nicht.

Diese sieben Benimmregeln helfen Ihnen, die Natur zu schützen, respektvoll zu genießen und sie für kommende Generationen zu bewahren. Verhalten Sie sich rücksichtsvoll und hinterlassen Sie die Natur so, wie Sie sie selbst antreffen möchten. Viel Freude bei Ihrem nächsten Ausflug!